Die Buchfavoriten der Finanzblogger


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von Sascha Rudolf

Eintrag vom: 08.03.2012

„An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1.“ dieser Satz von André Kostolany macht eins ganz deutlich: Die Finanzwelt zu verstehen ist nicht leicht und ohne Hilfe geht es nicht. Fraglich ist in diesem Zusammenhang nur wo und wie man diese Hilfe bekommt, schließlich kann man ja nicht mal schnell VWL oder ähnliches studieren. In diesem Zusammenhang baten wir 100 Blogger uns ihre Lieblingsbücher zum Thema Finanzen zu nennen. Schnell waren wir um eine Erkenntnis reicher. Genauso vielfältig wie die Finanzwelt ist auch ihre Literatur. Bei 30 vorgeschlagenen Büchern gab es nicht eine Empfehlung doppelt. Von der Idee ein Ranking zu erstellen konnten wir uns also verabschieden. Herausgekommen ist vielmehr ein bunter Kanon der von Lehrbüchern über Ratgeber bis hin zu Biografien reicht.

„Das beste Buch, was nach meiner Meinung jeder gelesen haben sollte, der sich mit Finanzmärkten befasst“ ist für Blick LOG Blogger Dirk Elsner Nassim Nicholas Taleb's Buch Narren des Zufalls. Der Autor, ein ehemaliger Finanzmathematiker, ist heute philosophischer Essayist und schreibt in diesem Werk über die Fehlbarkeit menschlichen Wissens. Er folgt der These, dass Menschen dazu tendieren die Existenz des Zufalls abzulehnen in dem sie zufällige Ereignisse als nicht zufällig ansehen. Das Fortune Magazine hat das Buch in seine Liste der „75 intelligentesten Bücher aller Zeiten“ aufgenommen.

Vom gleichen Autor wurde uns der Titel The Black Swan genannt. Dies ist das Folgewerk von Narren des Zufalls in dem der Autor die Auswirkungen des Eintretens von unwahrscheinlichen Ereignissen bespricht, ein sogenanntes Black Swan Event. Taleb analysiert in seinem Buch derartige Vorkommnisse und die Tendenz der Menschen diese, im Nachhinein, mit einfachen Mitteln zu erklären und simplifizieren. Das Buch war 17 Wochen lang in der New York Times Bestsellerliste. Auch Olaf Storbeck vom Economics Intelligence Blog hat es begeistert.

„Dieses Buch kann ich trotz teils umständlicher Satzkonstruktionen für Anfänger und Fortgeschrittene wärmstens empfehlen. Gerade die übersichtliche Unterteilung verschiedenster Tradingansätze kann positiv hervorgehoben werden.“ Mit diesen Worten empfiehlt uns Nils Ullrich, der den Aktienstrategien Blog führt, Das Große Buch der Börse von den Autoren Martin Michalky und Robert Schittler. Dieses Nachschlagewerk bietet auf der einen Seite wichtige Grundlageninformationen über Kapitalmärkte für Anfänger. Auf der anderen Seite finden Fortgeschrittene hier die wichtigsten Methoden und Themen sowie einige weiterführende Erläuterungen.

Das nächste Buch ist, Das Leben ist wie ein Schneeball. Alice Schroeder schrieb diese Biographie über das „Orakel von Omaha“, Warren Buffett. Die Autorin verbrachte unzählige Stunden damit dem Börsenspekulanten Fragen zu Familie und Geschäftspartnern, zu Kindheit und Beruf zu stellen. Sie sprach mit ihm über seine größten Triumphe aber auch harte Zeiten, Stärken und Schwächen. Herausgekommen ist eine Biographie die Einblicke in das Leben und die Denkweise dieses Finanzgenies gewährt, findet nicht nur Maximilian Wenzel vom Finanzwebblog.

Einige halten ihn für den besten Trader aller Zeiten, Jesse Livermore. Ob man diesem Superlativ nun zustimmt ist einem selbst überlassen. Fakt ist, dass er eine besondere Fähigkeit besaß. Über diese schreibt Richard Smitten in seinem Buch Traden wie Jesse Livermore.In diesem Buch werden die erfolgreichen Techniken Livermore's untersucht und den Lesern näher gebracht damit sie diese selber zu nutzen wissen. Dabei werden Methoden wie Trendanalyse, das kurz- und langfristige Traden und das Verhalten in komplizierten Märkten vorgestellt. Die Leser sollen mit Hilfe dieses Buches selber zu erfolgreichen Aktienhändlern werden. Heiko Aschoff, Namensgeber und Autor von Heiko Aschoff's Börsenblog, hat es jedenfalls begeistert.

Vermögenssicherung und Vermögensaufbau mit Immobilien: Kauf ein Haus und mach mehr daraus. So lautet der Titel unseres nächsten Buches von Autor Thomas Trepnau. Wie der Titel schon sagt geht es um Investitionen in Immobilien. Dabei exerziert der Autor sämtliche Szenarien, Eigennutzung oder Vermietung, Finanzierung, unterschiedliche Arten von Immobilien, Lage und mehr durch. Außerdem beinhaltet das Buch zahlreiche Grafiken und Statistiken zur Erläuterung. Auch sonst ist es klar strukturiert und wird von einem Roten Faden durchzogen. Das Buch ist somit für Anfänger wie auch für Personen die sich auf diesem Gebiet bereits auskennen eine hilfreiche Informationsquelle. Eine ausführliche Rezension von Gerald Salletmeier kann man auf der Seite des Gold Blog finden.

Die nächsten vier Empfehlungen stammen allesamt von Stefan Mohr der den Investmentanalyse Blog schreibt.

Als ein „sehr umfangreiches, aber auch für den interessierten Anfänger durchaus geeignetes Buch welches die Welt der Börse erklärt“ beschreibt Stefan Mohr das Buch Finanznachrichten lesen - verstehen – nutzen der Autoren Rolf Beike und Johannes Schlütz. Jeder ist von Fragen in Finanzangelegenheiten und sei es nur Kreditaufnahme oder das Anlegen von Geld betroffen. Dieses Buch bietet diesen Leuten aber auch erfahrenen Anlegern leicht verständliche und hilfreiche Informationen. Vom Focus wurde es als „Ein professioneller Wegweiser durch den Irrgarten heutiger Börsenkurse und Marktberichte"gelobt.

Benjamin Graham ist Autor des Buches Geheimnisse der Wertpapieranalyse, dass uns als „zeitloses Standardwerk zur Analyse von Wertpapieren“ vorgeschlagen wurde. Dieses Buch erschien zwar schon 1934 aber noch heute ist es nicht nur gültig sondern ein wahrer Klassiker der Börsenliteratur. Größen wie Warren Buffett richten sich noch heute nach den Vorgaben und Formeln dieser „Investmentbibel“. Weniger für Laien aber dafür Pflichtliteratur für alle in dieser Branche, angefangen beim Student der Wirtschaftswissenschaften, denn laut Columbia University ist es eines der „grundlegendsten der Wirtschaftswissenschaften.“

Why Smart People Make Big Money Mistakes...and How to Correct Them ist ein Buch von Gary Belsky. Es zeichnet sich durch eine ganz besondere Thematik aus welche uns wie folgt beschrieben wurde: „Psychologie wird bei der Geldanlage oft sträflich vernachlässigt. Denn bei der Geldanlage werden rationale Entscheidungen benötigt, wofür das menschliche Gehirn nur bedingt ausgelegt ist. Dieses Buch zeigt wichtige Fehler auf, die Menschen gerne begehen, und wie man sie vermeiden kann. Sehr flüssig zu lesen und vor allem praxistauglich.“ Das Buch hat, wenn überhaupt, bloß ein Manko, es ist nur in Englisch verfügbar.

Vor über 200 Jahren schrieb der schottische Philosoph Adam Smith das Buch Der Wohlstand der Nationen. Noch vor der Industrialisierung geschrieben mangelt es dem Buch nicht an noch heute aktuellen Themen. Heute ist es einer der theoretischen Grundpfeiler des westlichen Wirtschaftssystems. Der Ökonom Joseph Schumpeter maß dem Werk eine derartige Bedeutung zu, dass er es als erfolgreichstes wissenschaftliches Werk nach Darwin's The Origin of Species einordnete.

Neben The Black Swan hat uns Olaf Storbeck vom Economics Intelligence Blog noch zwei weitere Bücher genannt.

Sich wie ein Chamäleon den Umständen anpassen. In einer Welt die immer unvorhersehbarer wird kein schlechter Rat, nur wie? Tim Harford schreibt in seinem Buch Adapt darüber, dass die Herausforderungen, denen wir uns heute stellen müssen, nicht mehr mit einfachen vorgefertigten Konzepten gelöst werden können. Man müsse eben improvisieren und Probleme von unten angehen als nur oben eine kurze Zwischenlösung zu erzielen. In seiner Recherche hielt sich Harford in vielen Bereichen der Wissenschaft auf und führte zahlreiche Interviews. Entsprechend der New York Times „ein sehr hilfreicher Ratgeber für Menschen die sich darauf vorbereiten in einer Welt zu leben wie sie wirklich ist.“

Ende 2010 schrieb die Süddeutsche Zeitung: "Wenn es ein Buch gibt, das die Wall Street beschreibt, wie sie wirklich ist, dann dieses." Gemeint ist The Big Short von Michael Lewis. In seinem Buch schreibt Lewis über das Entstehen der Finanzkrise, über Moralverlust und Habgier die am Ende zum Zusammenbruch geführt haben. In diesem Buch sehen einige Manager das Platzen der Immobilienblase voraus und wetten darauf. Fazit: "Das Buch liest sich wie ein spannender Wirtschaftskrimi."

Michael Prollius vom Forum Ordnungspolitik sagt: „Wer eine klarsichtige, stringente Erklärung der Finanz- und Staatsschuldenkrise sucht, der findet sie von der ersten bis zu letzten Seite bei Philipp Bagus.“ über das Buch Die Tragödie des Euro des spanischen Autors. In diesem Buch werden zwei unterschiedliche Konzepte für Europa vorgestellt. Auf der einen Seite das eher links politisch geprägte der Sozialen und auf der anderen Seite das der Liberalen. Er sieht sieht das mögliche Scheitern des Euro in naher Zukunft und führt seine Überlegungen dahingehend zurück bis auf dessen Ursprung. Anschließend stellt er die noch verbleibenden Alternativen und möglichen Auswege dar. Sicher ist dieses Buch nicht nur für Fachleute eine spannende und empfehlenswerte Lektüre.

Wolfgang Stützel's Buch Volkswirtschaftliche Saldenmechanik ist mehr im didaktischen Raum anzusiedeln. Es werden arithmetische Grundgen der Makroökonomie vorgestellt. Außerdem werden Fehler analysiert die zu Empfehlungen, zum Beispiel für politische Entscheidungen, führen die als unzweckmäßig, wenn nicht sogar kontraproduktiv, einzustufen sind. Diese Empfehlung haben wir von Global Change Blogger Jörg Buschbeck bekommen.

 „Nach wie vor die beste, einfache Erklärung der Finanzkrise“ ist, laut Blog ohne Namen Autor Stefan Dörner, das Buch Die Jahrhundertkrise des Wirtschaftsjournalisten Olaf Storbeck. In seinem Buch geht der Autor den Ursachen und Folgen der Finanzkrise auf den Grund. Dabei werden Meinungen von Ökonomen zu diesem Thema vorgestellt. Außerdem wird die Auswirkung der Krise auf die Wissenschaft betrachtet und der Frage, was die Wirtschaftspolitik tun muss, nachgegangen. Laut der Frankfurter Allgemeine wird hier das Wissen von Praktikern und Forschern journalistisch zusammengefasst um einen neuen Überblick für die zu schaffen die ihn längst verloren haben.

Bei Das Silberkomplott könnte man zuerst an einen Agententhriller á la Robert Ludlum denken. Auch wenn es das nicht ist, an Spannung mangelt es dem Buch von Reinhard Deutsch ganz sicher nicht. Zentrales Thema ist, wie Menschen sich auf die Wertstabilität des Geldes verlassen und somit immer wieder getäuscht werden. Dabei gibt gewährt er nicht nur einen Einblick in die Geschichte sondern auch in heutige Verhältnisse. Eindrucksvoll führt der Autor dabei dem Leser Dinge vor Augen die sehr offensichtlich sind aber nur von wenigen wirklich wahrgenommen werden. Der Klare Blick, das Resultat wenn man das Buch gelesen hat? Nun gut zumindest der Name des Blog von Dieter Vollmuth, der uns dieses Buch vorgeschlagen hat.

Von einer ganz anderen Seite analysiert Hans-Diedrich Kreft die Krise in seinem Buch Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise. Aus naturwissenschaftlicher Sicht heraus und ohne ideologische Einfluss beschreibt er einen Weg aus der Krise den wir vorher wegen mangelnder, naturwissenschaftlicher, Einsichten nicht gefunden haben. Abseits von Meinungen und Weltanschauungen präsentiert er Zahlen und Fakten. Mit der Forderung, dass jeder Bürger seinem Bildungsgrad gemäß bezahlt werden solle, liefert er viel Anreiz für Diskussionen. Außerdem rechnet er anhand einer neuen Formel ein mögliches zukünftiges Wohlstandswachstum vor. Ein Buch voller Ideen die manchen schmecken mögen, anderen wiederum übel aufstoßen könnten aber gerade deshalb sicherlich sehr lesenswert. Das fand auch Frank Kerkau der den Wirtschaftsthemen Blog schreibt und uns diesen Tipp gegeben hat.

„Wer die Wirtschaft verstehen will, muss beim Fundament beginnen: dem Geld.“ Mit diesen Worten wird uns die Biographie von John Law empfohlen. Zwar ist diese seit Jahren vergriffen allerdings schrieb Claude Cueni in Das große Spiel über den Schotten und dessen Erfindung, das erste Papiergeld, neu. Es wird geschildrt wie er zu dieser Idee kam, wie seine Geschäfte florierten und am Ende alles zusammen brach. "Spannender ist die Entstehung des heutigen Finanzsystems wohl noch nie dargestellt worden." meint die Welt am Sonntag. Das Große Spiel, eine Empfehlung von Hansuedi Ramsauer vom Zeitenwende Blog.

Was ist eigentlich Geld? In ihrem Buch Eigentum, Zins und Geld blicken die Autoren Gunnar Heinsohn und Otto Steiger das Papierscheine und die Metallstückchen. Es wird der Frage nachgegangen wie und wo der Wert des Geldes erschaffen und wie wird und welche Faktoren ihn beeinflussen. Das Buch ist ein bedeutender Grundstein der heutigen Wirtschaftspolitik und -theorie und wegen seiner Wichtigkeit im Lexikon Ökonomischer Werke vertreten. „Trotz einiger weniger Schwächen, schlägt dieses Werk meines Erachtens aktuelle Wirtschaftsliteratur um Längen und wurde auch noch nie (zumindest mir nicht bekannt) überzeugend widerlegt.“ heißt es in der Empfehlung von Andreas Decker vom Wirtschaftsforum.

Man könnte fast meinen Jörg Osarek sei Buchhändler der seine Bücher verkaufen möchte. Aber das ist er nicht. Trotzdem hat sich der Autor vom Beraterzeitung Blog die Zeit genommen um uns fünf Bücher zu empfehlen.

Begonnen mit dem Ratgeber Der Weg zur finanziellen Freiheit von Bodo Schäfer welcher einige wichtige Strategien zusammenfasst. Der Untertitel des Buches, In 7 Jahren die erste Million, verspricht ja einiges. Es wird gezeigt wie man dieses Ziel durch Engagement und Selbstdisziplin erreichen kann aber auch erklärt, warum es nur wenige erreichen. In seinen Modellen geht der Auto von unterschiedlichen Ausgangssituationen aus, zum Beispiel selbständig oder angestellt. Weiterhin gibt er einige Ratschläge für den Umgang mit Geld. Dieses Buch könnte sicherlich dem einen oder anderen ein hilfreicher Ratgeber sein, auch wenn es nicht gleich die Million sein muss.

Ein ähnlicher Ratgeber ist das Buch Denke nach und werde Reich von Napoleon Hill. Er meint, das Reichtum kein Zufall ist und hat für sein Buch in Gesprächen mit 500 Millionären deren wichtigste Methoden herausgefunden die zum Erfolg führen. Eine Anleitung nicht nur beruflich sondern auch privat erfolgreich zu sein und darüber materiellen Wohlstand zu erlangen. Erster Schritt ist dabei das positive Denken.

Nicht alle wohlhabenden Menschen haben im Lotto gewonnen oder reich geerbt. Die meisten von ihnen haben sich ihr Vermögen durch harte Arbeit und konsequentes Handeln selbst erwirtschaftet. In seinem Buch Die Regeln des Reichtums legt der Autor Richard Templar dar wie man sich ein nachhaltiges Vermögen durch den bewussten Umgang mit Geld aufbauen kann. Dazu hat er eine Liste von 100 Regeln erstellt mit denen man, auch ohne einen Gewinn im Lotto, sein ganz eigener Jackpot sein kann. Dabei handelt es sich nicht um bahnbrechende neue Erkenntnisse sondern um einfache Regeln. Exemplarisch für den Erfolg seiner Regeln steht der Autor selbst.

Schon im Jahre 2006 prophezeite der Wirtschaftsprofessor Max Otte in einem gleichnamigen Buch Der Crash kommt. In seinem Werk nimmt es der renommierte Professor mit der gängigen Lehrmeinung anderer seines Faches auf. Heute wissen wir nur zu gut dass sich diese Prophezeiung erfüllen sollte. Er gibt in seinem Buch Tipps zu Anlagen mit denen er es für möglich hält die Krise zu überstehen. Nun gut vielleicht mag die Empfehlung dieses Buches nun etwas zu spät kommen aber warum nicht Prophezeites und Eingetretenes miteinander vergleichen und die sich daraus ergebenen Hinweise ernst nehmen und umsetzen? Denn ein Auf und Ab gibt es in der Wirtschaft immer und einem Boom wird auch irgendwann wieder einmal eine entsprechend drastische Rezession folgen.

Max Otte ist neben Nassim Nicholas Taleb der einzige Autor von dem uns zwei Arbeiten vorschlagen wurden. Als zweites steht somit Stoppt das Euro Desaster! auf unserer Liste. Nun ist sie also da, die Krise die er schon vor einigen Jahren prophezeit hat. In diesem Buch bezieht sich Otte mehr auf den Euro und die europäische Wirtschaft als auf die globale. Er prangert Banken, Finanzdienstleister und Milliardäre an den Euro an den Abgrund gebracht zu haben. Blickt man auf Griechenland dann scheint dieser schon jetzt zu bröckeln. Gefordert wird ein Umdenken seitens der Politik bevor der Euro unaufhaltsam in eben diesen Abgrund stürzt.

Wie mache ich mich selbstständig. Mit einer guten Idee fängt es an aber das alleine reicht natürlich nicht aus. Wichtig ist auch: Geld. In seinem Buch Existenzgründung – Finanzierung und Sicherheiten schreibt der Autor, Jürgen Arnold, über Möglichkeiten seine Projekte zu finanzieren. Dabei legt er besonderen Wert darauf, dass sowohl klassische wie auch neuzeitliche Finanzierungsmethoden genutzt werden, damit dabei ein ausgewogener Mix entsteht. Auf der Seite des Verlages kann man sich zusätzlich als Premiumnutzer anmelden und von weiteren Onlineangeboten profitieren. Empfohlen hat dieses Buch Jürgen Busch, der den Freiberufler Blog schreibt.

Ratingagenturen haben eine enorme Macht. Eine Macht die sie kaum teilen müssen da es an Wettbewerb mangelt. Andreas Buschmeier stellt in seinem Buch Ratingagenturen – Wettbewerb und Transparenz auf dem Ratingmarkt ein von ihm entwickeltes Modell zur Gründung neuer Ratingagenturen vor. Diese sollen durch einen gesunden Wettbewerb kontrolliert werden und sich durch Transparenz auszeichnen. So empfiehlt er alleine für Deutschland die Gründung von mindestens drei Agenturen vor. Sein Buch ist wohl kaum was für Neulinge des Finanzsektors. Interessierte aber auf jeden Fall professionelle und Studenten wirtschaftlicher Themengebiete finden hier eine durchaus spannende, vielleicht sogar wegweisende Lektüre die einige neue Ideen bereit hält. Das Buch, eine Empfehlung von dessen Autor, Andreas Buschmeier, selbst der nebenbei auch den Blog All about Banking betreibt.

Ein Unternehmen zu gründen ist wahrlich nicht leicht. Es gibt viele Dinge zu beachten, man muss genügend Geld mitbringen und hat keine Freizeit mehr, oder? Kopf schlägt Kapital heißt die Devise und das Buch von Professor Günter Faltin. An mehreren Beispielen zeigt der Autor wie man erfolgreich sein kann. Alles scheint ganz einfach zu sein und könnte mit dem Merksatz, Lass Profis die Arbeit machen und kümmere dich um die wichtigen Fragen, umrissen werden. Gut wenn so wirklich so einfach wäre müsste man wohl kein Buch drüber schreiben. Das dieses Grundkonzept allerdings funktioniert hat Günter Faltin schon bewiesen. Eine ganze Reihe von Unternehmen sind auf Grundlage der Ideen in diesem Buch entstanden. Wer also eine Idee hat braucht dazu nur noch dieses Buch. Ob es Claus Lehmann vom p2p Kredite Blog schon geholfen hat können wir nicht sagen aber empfohlen hat er es uns zumindest.

Die nächsten beiden Bücher hat uns auch Andreas Decker vom Wirtschaftsforum Blog genannt. Allerdings nur als Zusatz zu seinem Favoriten.

Die Geschichte des Geldes, sie mag eine unendliche sein. Diese Geschichte hier ist allerdings nicht von Michael Ende geschrieben sondern von Michael North in seinem Buch Kleine Geschichte des Geldes. Los geht es im Mittelalter. Schon damals war Geld nicht nur lokal im Einsatz sondern weit über die damaligen Herrschaftsgrenzen hinaus. Weiterhin lernt der Leser, dass wir heutzutage, obwohl von Krisen gebeutelt, in einer Zeit leben in der unser Geld relativ wertstabil ist. Sicherlich ist dieses Buch nicht nur für Finanzfachleute sondern auch für geschichtlich interessierte Menschen eine informative Lektüre und ein gutes Stück Allgemeinbildung.

Wie sieht die Welt von Morgen aus? Nun so ganz kann und wird das wohl nie ein Mensch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte voraussagen können. In seinem Buch Nach Der Krise – Auf dem Weg in die Welt von Morgen versucht Frank Biancheri anhand von Daten eine Art Ausblick zu liefern wie sich die Welt in den Jahren 2010 bis 2020 wohl entwickeln könnte. Er folgt dabei zwei Szenarien „Die leidvolle Geburt der 'Welt von Morgen'“ oder „Das tragische Ende der 'Welt von Gestern'“. Eindeutig zwei spannende Fragestellungen über die es sich lohnt nachzudenken. Trotzdem was ist 2020, was ist nicht. Wir werden es wissen, 2020.

Arm und reich liegen manchmal viel näher zusammen als es, gerade wohl dem Reichen, lieb sein mag. Die Finanzkrise hat uns das gezeigt und die Geschichte auch. Also warum nicht mal aus der Geschichte lernen? In Der Große Crash schreibt Autor John Kenneth Galbraith über den Schwarzen Freitag. Akribisch und hin und wieder mit einem Augenzwinkern versehen, werden die Vorgänge analysiert die zu eben diesem geschichtsträchtigen Ereignis im Oktober 1929 führten. „Eine gelungene Alternative zu den Standardwerken der Finanzbücher“ meint Die Welt.

Das war unser letztes Buch welches wir Ihnen vorstellen wollen und damit das Ende der Liste, wenn auch sicher nicht ihre Vollendung. Denn es steht wohl eins fest, DAS Finanzbuch gibt es nicht. Dafür aber eine Reihe von sehr empfehlenswerten Büchern, die fast jeden Geschmack treffen sollten. Welche das im Einzelnen sind müssen nun Sie entscheiden. Wir hoffen jedenfalls einige interessante Bücher vorgestellt und damit den ein oder anderen Anreiz gegeben zu haben. Vielmals wollen wir uns bei den Antworten der Blogger bedanken, die uns mit ihren Tipps sehr geholfen haben. Nicht nur wer sich bereits für die Bücher interessiert kann auf diesen Blogs noch zahlreiche weitere interessante, spannende und informative Artikel lesen. Wir jedenfalls können das sehr empfehlen.

Abschließend bleibt wohl nur noch eins zu sagen. Ein Satz von Benjamin Franklin der die ganze Thematik wohl am besten auf den Punkt bringt „Eine Investition in Wissen bringt noch immer die meisten Zinsen.“

 

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