DAX vor dem Gipfel im Aufwind
Eintrag vom: 22.10.2011
Um allzu großen Erwartungen an den EU-Gipfel am Wochenende vorzubeugen, hatte Kanzlerin Merkel in der vergangenen Woche durchblicken lassen, dass ein Befreiungsschlag nicht zu erwarten sei. Auch ihr Streit mit Nicolas Sarkozy über die Ausgestaltung des EFSF-Rettungsschirms ist nicht geeignet, Ruhe an den Finanzmärkten einkehren zu lassen. Dennoch zeigte sich der DAX zum Abschluss der Handelswoche mit 3,5% Plus heute deutlich im Aufwind.
Der Börsenindex hatte gestern mit minus 2,49 Prozent abgeschlossen und heute Vormittag nur knapp ein halbes Prozent zugelegt. Unsicherheit beherrschte das Verhalten der Anleger. Es ist unklar, ob auf dem bevorstehenden EU-Gipfel eine Einigung über den EFSF-Rettungsfonds erzielt werden kann. Dennoch stiegen die Kurse am Nachmittag deutlich an. Für den Aufwind dürfte die Mitteilung der Rating-Agentur Fitch gesorgt haben, dass die Beschlüsse des Gipfels nicht zu einer Herabstufung Frankreichs führen werden. Eine starke Lösung für Europa käme laut Fitch auch der Kreditwürdigkeit Spaniens und Italiens zugute.
Die Nachricht sorgte an der Börse für spürbare Nachfrage. Vor allen Dingen die Werte der Banken stiegen deutlich, angeführt von der Commerzbank mit sechs Prozent und der Deutschen Bank mit fünf Prozent. Auch an anderen europäischen Finanzplätzen ging der Trend nach oben. In Paris schloss der Handel mit 2,8 und in London mit zwei Prozent Plus.



