Versicherungssumme richtig bestimmen


versicherungssumme1

von Eugen Zentner

Eintrag vom: 29.09.2011

Die Festlegung der Versicherungssumme kann unter Zuhilfenahme verschiedener Größen erfolgen. Ermitteln kann man den Wert zum Beispiel nach den folgenden Gesichtspunkten:

Wohnfläche und Ausstattung:

Hierfür gibt es spezielle Summenermittlungsbögen, welche von Versicherungsvertretern herausgegeben werden. Der Nachteil besteht hier jedoch darin, dass bei dieser Ermittlungsmaßnahme mögliche Preissteigerungen nicht berücksichtigt werden. Entwickeln sich die Baupreise zuungunsten des Versicherten, erhält dieser im Schadensfall eine zu niedrige Versicherungssumme.

Neubauwert:

Soll sich die Versicherungssumme nach dem Neubauwert richten, dann gehen drei Faktoren in diesen Wert mit ein: die Baukosten, die Baunebenkosten und alle Gebühren. Allerdings ist das Ermittlungsverfahren nicht einfach. Zunächst wird der Wert des Gebäudes auf das Jahr 1914 bezogen. Das wird deshalb gemacht, weil dieses Jahr das letzte darstellt, in dem die Baupreise in Deutschland relativ stabil waren. Damit muss der Wert in Euro auf den Wert in Mark umgerechnet werden, welcher schließlich die Bemessungsgrundlage darstellt. Im Folgeschritt wird dieser Wert mit dem so genannten Anpassungsfaktor multipliziert. Dessen Anpassung erfolgt jährlich durch das Statistische Bundesamt, wobei der Faktor auf Grundlage gegenwärtiger Baupreisentwicklungen aktualisiert wird. Auf diese Weise kommt es schließlich zur Ermittlung des „gleitenden Neuwerts“, durch den ausreichender Versicherungsschutz gewährleistet wird. Für den Versicherten bedeutet dies, dass die Haftung des Versicherers die Versicherungssumme sogar übersteigen kann. Man richtet sich dann nach den Baukosten, die für den jeweiligen Ort typisch sind.

 

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