Welche Folgen hat der Leitzins für Termingeldeinlagen?


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von Eugen Zentner

Eintrag vom: 07.09.2011

Zentralbanken verschiedener Länder sind für Leitzinsen verantwortlich. In dieser Hinsicht gibt es aber verschiedene Arten von Leitzinsen. Zu nennen wären zum Beispiel der Hauptrefinanzierungs- und der Spitzenrefinanzierungssatz. Und auch der Einlagesatz muss hier eingereiht werden. Funktion eines Leitzinssatzes besteht darin, einen Wert für das Zentralbankgeld auszudrücken. An diesem sind vor allen Dingen die Geschäftsbanken eines Landes interessiert. Genauso wie ihre Kunden müssen auch sie an die Zentralbank Zinsen zahlen, wenn sie Darlehen aufnehmen. Als Gegenleistung werden in der Regel Sicherheiten verpfändet. Damit erweist sich der Leitzins aber als geldpolitisches Instrument, denn dieser hat einen enormen Einfluss auf die Liquidität der Geschäftsbanken. Soll zum Beispiel Geld aus dem Geldkreislauf entzogen werden, dann wird der Leitzinssatz erhöht. Im Umgekehrten Fall kommt es zur Senkung des Leitzinssatzes.

Leitzins bei Inflation

Momentan beträgt der Leitzins 1 % bis 2 %. Der Hauptfinanzierungssatz liegt bei 1,25 %, der Spitzenfinanzierungssatz hingegen bei 2 %. Da der Leitzins aber ein geldpolitisches Instrument darstellt, eignet er sich auch zur Regulierung in Inflationszeiten. Gebrauch machen davon vor allem die Wirtschaftshüter. Kommt es tatsächlich zur plötzlichen Geldentwertung, bedeutet es einen übermäßigen Anteil des Geldes. Stehen diesem weniger Produkte gegenüber, spricht man in der Volkswirtschaft von einer Inflation. Die Wirtschaftshüter können in einer solchen Situation schnell reagieren, indem sie den Leitzins erhöhen. Denn das hat zur Folge, dass generell weniger Kredite aufgenommen werden. Stattdessen steigt die Neigung zum Sparen.

Termingeldanlage

Bei Erhöhung des Leitzinses werden Kredite teurer, was zur Drosselung der Kreditaufnahme führt. Auch bestehende Darlehensverträge mit variablem Zinssatz sind von der Leitzinserhöhung betroffen. Ausgenommen von diesen Wirkungen ist jedoch die Termingeldeinlage. Eine solche ist zum Beispiel das Festgeldkonto. Für diesen Anlagetyp ist es charakteristisch, dass sowohl Laufzeit als auch Zinssatz vor Vertragsabschluss festgelegt werden. Kommt es zur Unterzeichnung des Vertrags, gelten die Konditionen bis zum Ende des Geschäfts. Eine Veränderung des Leitzinses nach dem Vertragsabschluss hat auf die Zinsen daher keine Auswirkungen. Diese bleiben auf der gleichen Höhe, und die Geldanlage wird nicht angetastet. Somit kann auch in Zeiten der Inflation die Festgeldanlage eine sichere Angelegenheit sein. Gefahr besteht auch nicht in Bezug auf die Geldentwertung, weil Inflationen immer nur ein zwischenzeitliches Phänomen darstellen. Am Ende der Laufzeit behält die Geldanlage ihren ursprünglichen Wert.

 

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