Kombination mit BU Versicherung
Eintrag vom: 29.08.2011
Die Dread Disease Versicherung kann als eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung angesehen werden. Dennoch besteht ein gravierender und entscheidender Unterschied. Dieser liegt vor allen Dingen im Versicherungsschutz, der im Falle der Berufsunfähigkeitsversicherung besser ausgeprägt ist. Grund dafür ist, dass in den Versicherungsbedingungen „häufige Ursachen für Berufsunfähigkeit“ nicht erfasst sind. Anders sieht die Lage in Bezug auf die Dread Disease Versicherung aus. In dieser Versicherungsart findet man ganz klare Definitionen, welche Krankheiten als schwer zu verstehen sind. Aufgrund dieses Ursachenverhältnisses ist die Wahrscheinlichkeit des Versicherungsschutzes im Fall der BUV um einiges größer. Diese ist weitaus umfassender, weil sie im Grunde genommen auch die Krankheiten einschließt, die nicht schwer sind und dennoch zur Berufsunfähigkeit führen. In die Dread Disease Versicherung geht aber nur ein kleiner Teil der Krankheiten ein, und zwar nur die ganz schweren Fälle. Aber gerade sie verursachen die Berufsunfähigkeit.
Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die Art der Versicherungsleistung. Während im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung monatliche Rentenzahlungen garantiert werden, erhält der Versicherte im Fall der Dread Disease Police eine einmalige Geldsumme. Dabei ist es nicht immer gewiss, ob diese Summe bei krankheitsbedingten Einkommenseinbußen ausreichend ist. Monatliche Renten können hingegen besser eingeschätzt werden, und zwar schon zu Beginn der Versicherungslaufzeit. Insofern bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung auch in dieser Hinsicht einen besseren Versicherungsschutz.
Versicherungsexperten sind sich daher einig, dass eine Dread Desease Versicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht ersetzen kann. Möglich ist aber eine Kombination der beiden. Das würde im Krankheitsfall zu einem Effekt führen, der von keiner der beiden Versicherungsarten alleine erzeugt werden könnte. Der Versicherungsnehmer würde dann bei Ausbruch einer schweren Krankheit mit Berufsunfähigkeitsfolgen sowohl monatliche Renten als auch eine einmalige Versicherungssumme erhalten. Dadurch kann in der Tat finanzielle Absicherung geleistet werden. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass als Gegenleistung viel höhere Beiträge zu zahlen sind. Daher wird empfohlen, sich bei Vorsorgeplänen dieser Art lediglich für die Berufsunfähigkeitsversicherung zu entscheiden. Denn das Preis-/Leistungsverhältnis, das sie bietet, ist durchaus angemessen und ausreichend.



