Krise verschärft sich weiter


krise-verschaerft-sich-weiter

von Fabian Biastoch

Eintrag vom: 26.11.2011

Italiens Anleihen werden nicht abgesetzt und Belgien wurde von S&P’s herabgestuft. Auch der sonst starke Euro lässt immer mehr nach. Bundesbankpräsident Weidmann sieht jedoch keinen Grund zur Panik. Auch andere EZB-Vertreter lehnten eine aktivere Intervention der Notenbank ab. EZB-Direktoriumsmitglied José Manuel González-Páramo bekräftigte am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung der Universität Oxford: „Die EZB ist kein Kreditgeber der letzten Instanz für Staaten.“

Unterdessen kritisierte die EU-Kommission die zögerliche Haltung der Bundesrepublik. Gleichzeitig versicherte Währungskommissar Olli Rehn, dass der Euro „definitiv nicht scheitern“ werde.

In Frankreich und Italien wird von Neuverhandlungen zum permanenten Rettungsschirm ESM gesprochen. Sie wollen private Gläubiger nicht stärker in den Fond einbauen, Deutschland hingegen hatte dies zur Voraussetzung für den künftigen Rettungsfond gemacht. Bundesfinanzminister Schäuble sagte dazu, dass man abwarten müsse, ob man sich demnächst in einer Stabilitätsunion befinde oder nicht. Sollte es soweit kommen, müsse man über die Inhalte des ESM erneut reden.

Das Vertrauen in die deutschen Märkte sei immer noch intakt, dies betonte Weidmann nochmals. Er sagte weiter, dass die wirtschaftlichen Analysen andere Sachen erzählen, als berichtet wird. Italien ist nicht fast pleite und auch die Renditezahlen sind im historischen Vergleich nicht so hoch.

Bei allen schlechten Nachrichten, gibt es auch noch eine gute. Der DAX schloss im Plus. Nachdem er bereits neun Mal nacheinander verloren hatte und es auch heute so aussah, gab es am Ende des Tages ein Plus von 1,19 Prozent auf 5492,87 Punkten.



                                                                                                                                                             (dpa)

 

 

blog comments powered by Disqus

WEITERFüHRENDE THEMEN

Der Plocker