Berufs- oder erwerbsunfähig?
Eintrag vom: 28.08.2011
Berufsunfähigkeit wird oftmals mit Erwerbsunfähigkeit verwechselt, doch handelt es sich um zwei verschiedene Phänomene. Zwar handelt es sich in beiden Fällen um eine Minderung der Fähigkeit, eine berufliche Tätigkeit auszuüben, doch liegt der Unterschied im Grad dieser Unfähigkeit. Von Berufsunfähigkeit wird dann gesprochen, wenn eine Person mindestens zu 50 % beeinträchtigt ist, ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Dieser Definition bedienen sich auch die Versicherer, wenn sie ihre Versicherungsnehmer einstufen. Als erwerbsunfähig gilt hingegen jemand, der seinen Beruf überhaupt nicht mehr ausüben kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, ist daher weitaus geringer. Aus diesem Grund fallen die Kosten für eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung niedriger aus als für eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Die andere Seite der Medaille ist aber, dass auch die Leistungen nicht den vollen Umfang abdecken, den ein Versicherungsschutz idealerweise haben sollte. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet in dieser Hinsicht mehr Vorteile.



