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Bildquelle: freedigitalphotos.net / Luigi Diamanti

Wer ein Haus ohne Eigenkapital bauen möchte, sollte auf Folgendes achten


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von Eugen Zentner

Eintrag vom: 07.09.2011

Das Stichwort nennt sich „Vollfinanzierung“. So nennt man die Finanzierungsform, wenn der Bauherr über große Ziele, aber über kein eigenes Kapital verfügt. Es ist nicht immer gesagt, dass ein Bauherr unbedingt die üblichen 20% von der Gesamtsumme des Hauses als Eigenkapital benötigt. Dafür behält der Bauherr die volle Liquidität und kann sich anderen durchzuführenden Aufwendungen widmen.

Freilich hat diese Freiheit und Vollfinanzierung ihren Preis, aber sie bietet letztlich vielen Personen die Chance, die Träume vom Eigenheim doch noch zu realisieren. Insbesondere bei einer totalen Fremdfinanzierung ist der Vergleich der verschiedenen Finanzierungen die erste Bauherrenpflicht. Es sollte sich um einen sehr gründlichen, professionellen, seriösen und unabhängigen Vergleich handeln. Schließlich schwanken die höheren Zinssätze für eine solche Vollfinanzierung zwischen 5,14% - 6,95%. Bei diesem umfangreichen Vergleich ist es sinnvoll, sich auch die Angebote der KfW-Bank anzusehen und ebenfalls in den Vergleich einzubeziehen. Dies geschieht über die eigene Bank, die den Hauptteil des Kredites trägt. Diese wendet sich im Auftrag an die KfW-Bank und beantragt daraufhin die Vollfinanzierung. Der Vorteil einer Vollfinanzierung über die KfW-Bank sind vor allem feste Zinssätze, denn diese bleiben konstant. Auch kann nur ein Teilbetrag der Gesamtsumme über ein KfW-Darlehen finanziert werden. Der Zinssatz ist günstiger und der Bauherr kann eine wirkliche Sicherheit vorweisen.

Auf jeden Fall ist zu berücksichtigen, dass der aufgenommene Kreditbetrag bei einer solchen Vollfinanzierung deutlich höher anzusetzen und zu beantragen ist, als der eigentliche Hauswert sein wird, da auf den Bauherrn einige weitere, umfangreiche Kosten hinzukommen: Zu nennen sind in diesem Zusammenhang die Steuern (Grunderwerb), die Kosten für einen Notar bzw. Gebühren für den Eintrag in das Grundbuch der Gemeinde sowie einige andere weitere kleinere Kosten. Summa summarum machen diese Kosten und Gebühren erfahrungsgemäß einen wesentlichen, wahrnehmbaren Anteil des eigentlichen Hauswertes aus.

Doch wichtig ist zudem eine nicht unwesentliche Besonderheit respektive ein Risiko, auf das in diesem Kontext hingewiesen werden muss: Das Einkommen des Bauherrn muss im Fall einer beabsichtigten Vollfinanzierung deutlich höher als das übliche Durchschnittsgehalt sein, denn das gute bis sehr gute Einkommen gleicht gewissermaßen die fehlende Sicherheit aus. Unerwartete Arbeitslosigkeit kann im Rahmen einer Vollfinanzierung schnell zu Problemen und den Hausbauer an den Rand der finanziellen Existenz bringen. In diesem Punkt liegt das Risiko, welches eine Vollfinanzierung in sich birgt, da die Belastungen über Jahre hinweg sehr hoch sind. Ein hohes Einkommen ermöglicht jedoch grundsätzlich eine deutlich höhere und schnellere Tilgung. Diese liegt für gewöhnlich bei 1%. Bei einer Vollfinanzierung ist eine 2-3% Anfangstilgung möglich, damit sinkt auch die Tilgungszeit.

 

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