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Bildquelle: freedigitalphotos.net / Luigi Diamanti

Immobilien: Fünf praktische Tipps, wie Sie den Wert Ihres Eigenheims steigern können


Wertsteigerung-Immobilien

von Mia Kirschner

Eintrag vom: 31.08.2011

Im Überblick:

  • Vertreiben Sie Käufer nicht durch übertriebene Gerüche, weder stinkend noch quietschsauber.
  • Es gibt ein gutes Mittelmaß zwischen einem übertrieben gepflegten Garten und einem toten.
  • Wenn das Haus in einem Magazin gut aussehen würde, wirkt es in natura unwirtlich und steril.

Während die Immobilienpreise sinken, wäre es blöd, Tausende für eine neue Küche oder ein neues Bad auszugeben. Stattdessen, das wissen altgediente Makler, beeindruckt man potenzielle Käufer mit dem Einsatz von etwas Haushaltsreiniger, ordentlich Muskelschmalz und einer wohlüberlegten Inszenierung.

An dieser Stelle stellen wir fünf einfache Maßnahmen vor, mit denen Sie den Verkaufswert Ihrer Immobilie steigern, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.

1. Lassen Sie Ihr Haus gut riechen!

Ein wohlriechendes Haus verkauft sich gut. „Es sollte riechen wie ein normales, sauberes Haus“ sagt Rona Fischman, Chefmaklerin bei 4 Buyers Real Estate in Cambridge, Massachusetts. „Wenn es riecht, als hätte es gerade eine industrielle Reinigung hinter sich oder als sollte ein anderer Geruch übertüncht werden, schreckt das die Leute genauso ab wie der Gestank von verrottendem Abfall.“ Es ist eine Sache, an die Sie mit Feingefühl herangehen sollten, um das rechte Maß zu finden. Sie wollen die Käufer ja weder anekeln noch ängstigen. Ein Hauch von Katzenurin oder Hundebett, und Ihr potenzieller Käufer sucht das Weite, wenn er oder sie nicht gerade ein Tierheim aufmachen will. Dasselbe gilt auch für diesen modrigen Kellergeruch. Auf der anderen Seite sollten Sie darauf achten, nicht mit so viel Chemie ans Werk zu gehen, dass Ihr Haus am Ende riecht wie ein Krankenhausflur. Wenn den Interessenten in Ihrem sauberen Keller ein Geruch nach Bleiche den Atem nimmt, werden sie sich fragen, was Sie zu verbergen haben.

2. Licht! Putzen Sie die Fenster, kaufen Sie neue Bettwäsche und wechseln Sie die Glühbirnen

Mehr Licht ist das beste Mittel, um Ihr Haus zu verkaufen. Das bedeutet: Blitzende Fenster, neue, saubere, helle Laken und neue Glühbirnen mit einer höheren Wattzahl – das kann schon zu einem Vertragsabschluss führen. Licht verkauft sich. Dunkelheit und Dämmerlicht nicht.

3. Gießen Sie die Pflanzen!

Eventuell besteht Ihr Verständnis von Gartenarbeit darin, den Rasen zu mähen, ehe die Nachbarn sich beschweren. Ein Interessent wird, wenn er Fotos von Ihrem Haus im Internet gesehen hat, vielleicht vorbei fahren und sich einen ersten Eindruck verschaffen, ehe er einen offiziellen Besichtigungstermin ausmacht. Wenn Ihr Vorgarten aussieht wie ein Weizenfeld, das mit toten und sterbenden Pflanzen verziert ist, wird er womöglich einfach weiterfahren und sich das mit dem Termin noch mal überlegen. Sie müssen sich jetzt keinen grünen Daumen wachsen lassen, aber einmal die Woche Rasenmähen und etwas Wasser verschütten kann schon eine Menge ausmachen. „Die Art, wie wir Häuser kaufen, hat sich verändert. Die Menschen zahlen gerne einen Aufschlag für ein Haus, an dem nichts mehr gemacht werden muss und das gut instand gehalten wird“ konstatiert Richard Goulet, Präsident von The Appraisers Group, einem Gutachten-Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Belmont.

4. Willkommen! Platzieren Sie ein Möbelstück im Eingangsbereich

Altgediente Immobilienmakler können berichten, dass ein Stuhl oder Tisch im Eingangsbereich, dort, wo man seine Schuhe auszieht, einen unwillkürlichen, positiven Effekt auf die Käufer auszuüben scheint. Es ist einfach eine freundliche Geste des Willkommens.

5. Aufräumen ja – aber übertreiben Sie’s nicht

Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, Kontakt zu Ihrem inneren Schweinehund aufzunehmen. Räumen Sie den halbleeren Kaffeebecher von der Anrichte und nehmen Sie ruhig die Zeitung vom Sofa. Versuchen Sie aber nicht, Ihren Wohnbereich von Anzeichen familiären Lebens zu befreien, um das Bild eines dieser „Schöner Wohnen“-Aushängeschilder zu kreieren. Kein potenzieller Käufer wird sich von einem perfekt aufgeräumten Kinderzimmer täuschen lassen, in dem nichts herumliegt und nur ein einzelner Teddy oder eine Puppe auf dem makellosen Bett drapiert ist. Man wird merken, wie gestellt das ist – oder, noch schlimmer, Sie für einen Martha-Stewart-Klon halten. Verstecken Sie das Spielzeug nicht, besorgen Sie lieber Körbe oder Kisten und packen Sie den Kleinkram da rein. So wird das Haus für die Interessenten echt und lebbar erscheinen - im Gegensatz zu einem Haus, in dem alles so perfekt arrangiert und choreographiert ist, dass sich ein normaler Mensch schon bei der bloßen Vorstellung, darin zu leben, gruseln muss. „Überarrangierte Häuser wirken massiv abschreckend“, so Fischman.

 

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