Wie ist die Finanzierung des Hauskaufs ohne Eigenkapital möglich?
Eintrag vom: 07.09.2011
Wenn junge Menschen eine Familie gründen, dann dauert es meistens nicht lange bis zu Plänen vom Eigenheimerwerb. Jede junge Familie hat diesen Traum, dessen Realisierung jedoch hohen Hürden ausgesetzt ist. Die größten Probleme bereitet die Finanzierung. In der Vergangenheit war die Aufnahme eines entsprechenden Kredits ohne Eigenkapital nicht möglich. Dieses musste aber erst angespart werden. Solche Probleme haben junge Familien mit gleichen Plänen heute nicht mehr. Mittlerweile werden von vielen Finanzinstituten Finanzierungen zu 100 % übernommen. Für die Darlehensnehmer bringt das einige Vorteile mit sich. Zum einen können Paare ohne Ersparnisse sofort ein Eigenheim bauen. Zum anderen können diejenigen, die gespart haben, dieses Geld für andere Konsumgüter ausgeben. Meistens besteht neben dem Wunsch nach einem Eigenheimerwerb auch das Bedürfnis, ein Auto zu kaufen. Wie auch Vorteile so existieren auch Nachteile bei Finanzierungen ohne Eigenkapital. Diese liegen vor allen Dingen in den Zinsen, die deutlich höher ausfallen als bei konventionellen Darlehen. Deshalb macht die Finanzierung ohne Eigenkapital nur bei genügend finanzieller Sicherheit einen Sinn.
Tilgungsmodalitäten
Wie auch im Rahmen anderer Darlehensarten muss auch im Falle der Eigenheimfinanzierung ohne Eigenkapital eine Festlegung in Bezug auf die Tilgungsmodalitäten erfolgen. Hierbei haben sich zwei Varianten durchgesetzt. Die eine Tilgungsform besteht in der gleichmäßigen Rückzahlung. Das bedeutet, dass die Tilgungsraten über die ganze Laufzeit hinweg gleich bleiben. Was sich ändert, ist das Verhältnis zwischen Tilgungs- und Zinsteil. Im Laufe der Rückzahlung wächst Letzterer zuungunsten des Tilgungsteils. Eine derartige Finanzierung wird in der Finanzbranche als Annuitätendarlehen bezeichnet. Anders sehen die Tilgungsmodalitäten beim Festdarlehen mit Tilgungsersatzleistung aus. Hier können sich die Tilgungsraten im Laufe der Zeit zwar auch nicht ändern, doch der Schuldner hat nur die Zinsen zu begleichen. Die Tilgung des Darlehens erfolgt über Umwege, zum Beispiel über eine Lebensversicherung. Diese Form eignet sich eher für Darlehensnehmer mit größerem Flexibilitätsbedarf.
Konditionen
Bei Projekten wie der Finanzierung eines Hauses geht es um sehr viel Geld. Deshalb fallen die Laufzeiten von Darlehen enorm lange aus. Junge Familien mit Finanzierungsbedarf müssen mit ca. 20 bis 30 Jahren rechnen. Das bedeutet gleichzeitig, dass auch die Zinslasten einen hohen Druck ausüben können. Rechnerisch kann das am Beispiel eines Darlehens über 100.000 € gezeigt werden. Beträgt in diesem Fall die Laufzeit 20 Jahre, dann hat der Schuldner bei einem Zinssatz von 4 % eine Jahresrate von 5.000 € zu zahlen. Umgerechnet auf den Monat, ergibt sich ein Betrag von 416,67 €. Das ist keine kleine Summe, weshalb in manchen Fällen vorherige Sparbemühungen eine bessere Strategie wären.



