Wie geht man mit seiner Frau um, wenn sie ein Workaholic ist?


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von Mia Kirschner

Eintrag vom: 11.11.2011

Die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau ist längst passe. Immer mehr Frauen versuchen, Beruf und Partnerschaft zu vereinbaren. Wenn bei Frauen die Karriere erst einmal Fahrt aufgenommen hat, zeichnen sie sich oft durch überdurchschnittlichen Ehrgeiz aus. Sie laufen Gefahr, die Balance zwischen Arbeit und freier Zeit zu verlieren. Studien belegen, dass Frauen, die nur schwer einen Ausgleich zur Arbeit finden, eher zu Depressionen neigen

Wie können die Partner einen gemeinsame Weg finden, um Arbeit und Privatleben in Einklang zu bringen? Das heißt zunächst, sich selbst Klarheit zu verschaffen, welche Ansprüche an die Beziehung gestellt werden. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die Partnerin jeden Tag Zeit mit dem Lebensgefährten verbringen könnte. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Es erfordert Kompromisse und Kommunikation. Dabei spielt es keine Rolle, ob es die gemeinsamen Mahlzeiten sind, die abgesprochen werden oder andere Strukturen, die den Tag bestimmen. Es kann hilfreich sein, Regeln festzulegen. Die Partner können zum Beispiel vereinbaren, dass zuhause ab einer bestimmten Uhrzeit keine E-Mails mehr gecheckt werden. Regeln dieser Art sind förderlich für die Konzentration auf partnerschaftliche Gemeinsamkeiten. Und wenn es nur ein Fernsehabend ist, den die Partner ungestört verbringen.

Auch der Wunsch, möglichst viele Veranstaltungen zusammen mit der Partnerin zu besuchen, wird nicht immer in Erfüllung gehen. Es müssen Prioritäten gesetzt werden. Das geschieht am besten, wenn von zehn Möglichkeiten zwei als besonders wichtig eingestuft werden. Werden diese zwei Aktivitäten auch ausgeführt, hält die Enttäuschung sich in Grenzen, wenn der Rest geopfert werden muss. Die Lebensgefährtin arbeitet vielleicht gerade an einem großen Projekt und steht unter Termindruck.

Verständnis setzt Wissen voraus. Was sind genau die Aufgaben der Partnerin im Job? Wie sieht die Gesamtsituation in ihrer Branche aus? Wer sind die Konkurrenten? Aus den Informationen ergibt sich ein Bild von der Arbeit der Partnerin. Es fällt leichter, sich in ihre Lage hineinzudenken und gelegentlich Verzicht zu üben. Ein Absage wird nicht mehr als persönlicher Affront angesehen. Die Partnerin spürt, dass sie verstanden und unterstützt wird. Sie braucht kein schlechtes Gewissen zu haben und wird leichter die Work-Life-Balance erlangen, von der schließlich beide profitieren.

 

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