Wie überlebe ich einen Job, den ich hasse?


Wie-ueberlebe-ich-einen-job-den-ich-hasse

von Jenny Kaul

Eintrag vom: 17.09.2011

Der Wecker klingelt und Verzweiflung überkommt den eigenen Körper wie eine Grippe, die alles lahm legt. Man hat Bauchschmerzen, Herzrasen und überlegt sich Gründe, um im Bett liegen zu bleiben und das sichere Versteck nicht verlassen zu müssen. Sie sind nicht krank, es ist etwas viel Schlimmeres.

Sie hassen Ihren Job und es gibt keine Möglichkeit aus der ausweglosen Situation heraus.

Viele Menschen auf der Welt teilen jeden Morgen das gleiche Schicksal. Durch die schlechte Wirtschaft und viele Insolvenzen, ist ein Arbeitsplatzwechsel sehr risikobehaftet. Die Leute in Ihrem Umfeld werden darüber lachen und sagen, dass Sie froh sein können, einen Job in der schlechten Zeit zu haben. Diese Menschen können so denken, da diese nicht Ihren Job haben.

Hier kommt die harte Realität: Sie sitzen in der Klemme, zumindest im Moment. Sie können nur das Beste aus der misslichen Lage machen. Aber nur weil Sie Ihren Job hassen, heißt das nicht, dass Sie dieser Situation hilflos ausgeliefert sind. Es gibt Möglichkeiten, um Ihre diese zu verbessern. Im nachstehenden Text folgen vier Tipps, wie sie das Beste aus einem Job machen können, den Sie hassen.

Bauen Sie Beziehungen auf

Damit Sie vernünftig bleiben und herumliegende Büroklammer nicht als gefährliche Wurfgeschosse umfunktionieren, sollten Sie sich Ihre Bürozeit so angenehm wie möglich machen. Die Arbeit selbst ist zwar unerträglich, aber Sie sollten versuchen mit den Arbeitskollegen gut auszukommen. Denn somit wird der Arbeitsalltag um einiges erträglicher. Sie können sich auch vorstellen, dass Sie mit Ihren ganzen Freunden zusammenarbeiten. Wenn dann die Arbeit wieder nervt, ist dies nicht so belastend und die Motivation steigt auf Arbeit zu gehen. Es ist ratsam Freunde in hohen Positionen zu haben und ihnen Honig ums Maul zu schmieren. Somit können Sie lernen, wie diese die Spitze der Nahrungskette erreicht haben. Sie fingen wahrscheinlich genauso an wie Sie und somit profitieren Sie nur von deren Erfahrungen.

Eine Freundschaft mit Arbeitskollegen aufzubauen, ist auch sehr hilfreich. Diese kennen Leute aus anderen Firmen und haben Verbindungen, welche Ihnen zu Gute kommen können. Das kann Ihnen zu einer besseren Position innerhalb der Firma verhelfen oder Möglichkeiten in einer anderen Firma eröffnen.

Integrieren Sie sich

Erinnern Sie sich zurück an Ihre Schul- oder Studienzeit. Dort trafen Sie auf viele neue Leute und waren auf sich allein gestellt. Was haben Sie da gemacht? Sie haben sich bestimmten Kursen, wie z.B. einem Sportkurs, einem Lesezirkel, etc, angeschlossen. Somit wurden viele neue Kontakte geknüpft und dies machte das Leben angenehmer. Dasselbe sollten Sie in Ihrem Job machen. Suchen Sie nach Projekten, die Sie interessieren. Dies kann zudem Langeweile verhindern. Ein Grund, dass Sie Ihren Job hassen, kann sein, dass Sie uninspiriert oder unausgeglichen sind. Sie können sich auch eigene betriebliche Baustellen zur Brust nehmen. Finden Sie heraus, was die Kollegen stört und beheben Sie diese Ursache der Störung. Nehmen Sie die Angelegenheiten in Ihre Hand! Wenn sich die Kollegen beispielsweise über schlechten Kaffee beschweren, dann machen Sie Vorschläge, um dies zu beseitigen. Ihre Kollegen werden sich darüber freuen und Sie fühlen sich dadurch besser. Also, machen Sie sich Gedanken über Problem, welche tagtäglich im Büro vorkommen und werden Sie zu der Person, zu welcher die Kollegen gehen, um diese zu beseitigen. Geht der Kopierer andauernd kaputt, dann machen Sie sich kundig und werden Sie zum Ansprechpartner dafür, damit nicht immer der Reparaturdienst gerufen werden muss. Machen Sie sich unersetzbar und die Leute werden kommen, um die verschiedensten Dinge geregelt zu bekommen. Somit bringen Sie in Ihren Arbeitsalltag etwas Abwechslung.

Lernen Sie etwas über den Job, der Sie wirklich interessiert

Sie haben herausgefunden, dass es nicht die Firma ist, die Sie hassen, sondern der Job und wissen, was Ihnen richtig Spaß machen würde. Dann informieren Sie sich über diese Stelle und sehen es als ein bezahltes Praktikum an. Dies ist eine gute Möglichkeit verschiedene Arbeitsstellen in einer Firma zu erkunden und den interessantesten Job herauszufinden.

Versuchen Sie die Stelle zu wechseln. Ist eine Stelle ausgeschrieben in der Firma, die Sie interessiert, dann zeigen Sie ihr Interesse und bewerben Sie sich. Wenn Sie diese Stelle bekommen, dann hört auch das Hassgefühl auf.

Schalten Sie öfters ab

Sie sind total fertig mit den Nerven und die grelle Neonbeleuchtung benebelt Ihre Sinne, dann suchen Sie sich Wege, um während der Arbeitszeit zu verschwinden (gedanklich und körperlich). Sie können etwas meditieren oder ein Notebook mitbringen, um sich dort Notizen zu machen oder kleine Geschichten zu schreiben. Im Internet können Sie etwas surfen, um abzuschalten oder auch ein Buch lesen. Besitzen Sie Kopfhörer, dann hören Sie ab und zu etwas Musik zum Entspannen. Zudem können Sie diese nutzen, um eine Sprache zu lernen, das Vokabular etwas aufzubessern oder sich einfach nur ein Hörbuch anzuhören.

Es sollte auch immer möglich sein, dass Büro verlassen zu können. Machen Sie einen Spaziergang, um den Kopf freizubekommen oder gehen Sie einen Kaffee trinken. Schalten Sie etwas vom Arbeitsalltag ab und kommen Sie auf andere Gedanken.

Das Ende ist nah

Jeder Gefangene kennt den Zeitpunkt, wann er das Gefängnis verlässt. Setzen Sie sich solch eine Frist, eine sogenannte Deadline. Sagen Sie sich immer, dass es nicht für immer ist und bestimmen Sie einen Zeitpunkt, um einen neuen Job zu finden. Wenn das alles nichts hilft, seien Sie nicht deprimiert. Die letzte Möglichkeit wäre, sich feuern zu lassen. So erhalten Sie zumindest noch Arbeitslosengeld.

 

blog comments powered by Disqus

WEITERFüHRENDE THEMEN

Der Plocker