Drei Schritte, um ein außergewöhnlicher Anführer zu werden


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von Matthias Hofmann

Eintrag vom: 11.11.2011

Schritt 1: Stärken entwickelt man nicht, in dem man seine Schwächen beseitigt

Eine Untersuchung von über zehntausend Führungskräften hat ergeben, das Führungsverhalten und Fähigkeiten Hand in Hand gehen. So sind Führungskräfte mit großem technischem Wissen gleichzeitig sehr gut in der Förderung ihrer Mitarbeiter, entwickeln gute Beziehungen und sind kommunikationsstark. Chefs mit außergewöhnlicher Integrität sind entscheidungsfreudig, durchsetzungsstark und optimistisch. Obwohl einen die Durchsetzungsstärke aber nicht ehrlicher macht, kann sie diesen Charakterzug vergrößern bzw. stärken. Die Eigenschaften beeinflussen sich also gegenseitig, was an folgendem Beispiel leicht verständlich wird. Damit Michael Phelps ein besserer Schwimmer wird, trainiert er nicht nur im Schwimmbecken und schwimmt dort seine Längen. Er hebt auch Gewichte um seine Muskeln zu stärken und geht laufen, um seine Ausdauer zu verbessern. Und genau diese Fähigkeiten helfen ihm dann bei seinem nächsten Wettkampf. Um seine schon vorhandenen Führungsfähigkeiten zu verbessern, empfiehlt es sich also auf seinen Stärken aufzubauen und die Fertigkeiten und Eigenschaften zu fördern, die eng mit diesen verbunden sind.

Schritt 2: Man sollte die eigenen Interessen fördern

An seinen Schwächen zu arbeiten ist für viele nicht gerade aufregend. Es ist meist eine mühevolle Plackerei, mit dem Ergebnis vom Level „Schlecht“ auf „Nicht ganz so schlecht“ zu gekommen zu sein. Wenn man beispielsweise im Fach Finanzen schlecht war, und sich mühevoll eine gewisse Kompetenz in diesem Bereich erarbeitet hat, werden Finanzen trotzdem nie zu den Stärken zählen. Aus diesem Grund werden einem seine Kollegen diesbezüglich auch nie um Rat fragen oder einem für das Wissen in diesem Gebiet Anerkennung schenken. Wenn einem jedoch Strategieentwicklung, Mitarbeiterförderung und Teamentwicklung liegen und interessieren, sollte man sich auf die Weiterentwicklung dieser Fähigkeiten konzentrieren und sich zu einem in der Firma anerkannten Experten auf diesen Gebieten entwickeln.

Schritt 3: Gute Eigenschaften können nie zu ausgeprägt sein

Hat man jemals mit einer Führungspersönlichkeit mit zu viel strategischem Wissen oder einer zu effektiven Kommunikationsstärke zusammengearbeitet? Wohl kaum. Es kann passieren, dass eine Führungskraft zu eindimensional in ihrer Problemlösungsfähigkeit wird. Das Problem ist aber nicht, dass dieser Charakterzug zu entwickelt ist, sondern dass sie sich zu wenig auf verwandte Führungsfähigkeiten konzentriert hat. Man würde Michael Phelps ja auch nicht empfehlen, nicht mehr zu versuchen ein besserer Schwimmer zu werden. Er würde es vielleicht nicht schaffen, in dem er nur Längen im Schwimmbecken schwimmt, sondern in dem er Dinge trainiert, die ihm Helfen im Becken schneller zu werden.

Fazit

Natürlich sollte man seine Schwächen nicht völlig außer Acht lassen, vor allem dann, wenn sie einem im Weg stehen. Aber wenn man in seiner Firma wirklich herausstechen und einen Vorsprung gegenüber seinen Kollegen haben will, muss man sich auf seine Stärken konzentrieren. Sie verdienen unsere Aufmerksamkeit.

Quellennachweis:http://blogs.hbr.org/cs/2011/10/become_extraordinary.html?cm_sp=most_widget-_-default-_-Become%20an%20Extraordinary%20Leader
 

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